Knack die Nuß
Die Walnuss (Juglans regia) aus der Familie der Walnußgewächse (Juglandaceae) steht seit alters als Hausbaum im Hof, auf Weiden, am Wegesrand oder als Schattenbaum an Rastplätzen und Sitzecken. Die Blätter der Walnuss geben einen Duftstoff ab, der Schnaken und manch andere Insekten fernhält. Beim Zerreiben der Blätter verströmen diese einen würzig aromatischen Duft. Junge Walnussbäume haben eine glatte, graue Rinde. Die grobschuppige Borke bildet sich erst später.
Der Brauch besagt, dass Nüsse an St. Martin, an Nikolaus und zu Weihnachten zu schenken oder den Christbaum damit schmücken.
Die Nüsse fallen von alleine vom Baum, sobald sie reif sind. Dann werden die am Boden liegenden Nüsse gesammelt und die Schale dabei entfernt. Nüsse sollten keinesfalls gewaschen werden. Man trocknet sie am besten an einem luftigen und warmen Ort (20-25 °C).Die anhaftenden Schalenfasern fallen nach dem Trocknen ab.
Eichhörnchen lieben Nüsse. Aber auch Spechte, Krähen und selbst der Kleiber stibitzt ab und an eine Nuss.
Die "göttliche Kugel", wie sie die Griechen auch nannten, versorgt unser Gehirn mit reichlich Energie. Grüne Nüsse werden für die Herstellung von Nuss-Likör und Öl verwendet. Die grüne Schale enthält ein Farbstoff, der Textilien und Haare dunkelbraun färbt. Ziehen Sie unbedingt Handschuhe an, wenn Sie mit der grünen Schale arbeiten. Um das Holz vor Insektenbefall zu schützen, wurde das Holz früher mit einer Beize aus grünen Nussschalen behandelt.
Eine alte Bauernregel besagt: "Gute Weinjahre sind gute Nussjahre" oder "Regnet´s an St. Jakobstag, fehlt die Nuss mit einem Schlag".
Text und Foto: Anita Schweig-Bourg