Sanddorn
(Hippophäe rhamnoides L.)
Die aus der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae) stammende Pflanze mag es gerne sonnig, warm und windig. Der dornige Stauch ist in Nord- und Mitteleuropa beheimatet und ausgesprochen salzverträglich. Sein Name verrät, dass er sich nicht nur auf dem Rande der Autobahnen wohlfühlt, sondern auch an sandigen Nord- und Ostseestränden sowie Kiesbänken. In den Dünen der Küsten wächst die Pflanze wild. Der Strauch kann über sechs Meter hinauswachsen. Im Garten braucht die Pflanze viel Platz. Der sommergrüne Strauch hat wunderschöne, schmale, silbergraue Blätter und die orangenroten oder gelben Beeren schmücken ihn im Herbst sehr. Am besten gedeiht er an einem vollsonnigen Standort. Er bevorzugt eher durchlässige, sandige und magere Böden. Eigentlich sollte er nicht geschnitten werden. Vögel schätzen seine Beeren sehr als Nahrung.
Seine Blütezeit liegt zwischen März und April. Die Fruchtreife ist im September. Man sollte die Früchte noch vor den ersten Frösten ernten. Die Wildbeeren haben einen höheren Gehalt an Vitamin C als Zitrusfrüchte, außerdem noch Vitamin A, E und B, sowie Betacarotin, ungesättigte Fettsäuren, Magnesium , Kalzium. Die Sanddornfrüchte aus höheren Lagen sollen vitaminreicher sein als diejenigen, die an der Küste wachsen. Die Konzentration an Vitaminen liegt zudem bei orange-roten, voll ausgereiften Beeren höher als bei den gelben. Aus den Beeren lässt sich sehr leicht ein leckerer Sanddornquark herstellen. Sanddornsäfte, Mus, Gelees gibt es auch fertig zu kaufen. So deckt man sich auf natürliche Weise sein Vitamin C Bedarf. Eigentlich sollte der Sanddorn auf keinem Speiseplan fehlen. Vor allem in der kalten Jahreszeit schützt er gegen Erkältung und stärkt uns.
Text und Fotos:Anita Schweig-Bourg