Schöner Topfgarten

Schon die alten Ägypter zogen Ziergewächse in Gefäßen aus gebranntem Ton. Über die Lustgärten des Orients, berichteten Kreuzfahrer von duftenden Blumen und Schatten spendenden Pflanzen in großen Töpfen, die alle um ein Wasserbecken herum standen. Kein italienischer Renaissance-Garten ohne die bezaubernden Tongefäße. Ob Zitronen, Orangen, Lorbeer und andere, nirgends kommen sie so schön zur Geltung wie in einem schönen Tontopf. Es heißt, dass sie schon mindestens 4000 Jahre alt sein sollen. Anfang des 20.Jahrhunderts begann man mit der maschinellen Fertigung von Tontöpfen. Plastiktöpfe waren jedoch nie wirklich eine große Konkurrenz. Denn inzwischen ist die Nachfrage nach Tontöpfe aller Art so groß wie nie zuvor.

Auch in meinem Garten wimmelt es nur so von Tontöpfen. Vor allem die Englische Tonkunst hat es mir angetan. Jetzt wo der Winter naht, gilt jedoch äußerste Vorsicht, denn nicht alle Töpfe sind frostfest. Normale Tonware saugt sich sehr stark mit Feuchtigkeit voll und ist somit bei Frost gefährdet. Das gefrierende Wasser dehnt sich aus und kann den Topf sprengen. Hochgebrannte, gute Terrakotta nimmt deutlich weniger Wasser auf. Leere Töpfe ohne Abflussloch stellt man auf den Kopf, damit sich kein Wasser darin sammelt. Der Schnee auf Terrakotta isoliert zwar den Topf und die Pflanze, doch bei Tauwetter sollte man ihn wegkehren, sodass kein  Schmelzwasser ins Gefäß dringt.

Bevor ich leere Töpfe wieder ins Haus hole, schrubbe ich sie ordentlich mit Essigwasser. Bei starken Kalkrückständen sollen Kartoffelschalen gute Dienste leisten. Direkt ins Wasser und den Topf gleich über Nacht darin baden. Am nächsten Tag rubbelt man den Topf gründlich ab und das gute Stück sieht wieder wie neu aus!

Text und Fotos: Anita Schweig-Bourg